Wolf von Fabeck 07.07.2020 aktualisiert 16.09.2020

Wirtschaftsaufschwung durch Klimaschutz - Ein Beispiel

Umstellung der Flugzeugproduktion auf Klimaschutz-Ziele

Wälder bewässern, damit sie nicht in Brand geraten

Eine Luftflotte von Löschflugzeugen regelmäßig als Bewässerungsflugzeuge einsetzen



Versagen auf höchster Ebene

Donald Trump (USA), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Scott Morrison (Australien) haben es offenbar immer noch nicht verstanden, dass das Abbrennen ihrer Wälder die Klimakatastrophe "befeuert" und von der Klimakatastrophe befeuert wird.
Sie überlassen den aussichtslosen Kampf gegen das Feuer den Feuerwehren, die aber erst dann zum Einsatz gerufen werden, wenn es längst zu spät ist.
Die Wälder der US-Westküste in Washington, Oregon und Kalifornien stehen in Flammen. Die von Trump im Wahlkampf vorgeschlagenen "Vorbeugungs-Maßnahmen" - Beiseiteräumen von vertrockneten Ästen und Zweigen - können die Ursache der Brände, nämlich die jahrelange Dürre und Hitze des galloppierenden Klimawandels nicht beseitigen.
Doch die Dürre könnte man durch rechtzeitige und regelmäßige Bewässerung weitgehend verhindern. Das ist eine Aufgabe, die Sachverstand, nüchterne Überlegung und vollen staatlichen Einsatz fordert. Nicht nur in USA, Brasilien und Australien sondern weltweit! Darum wird es in den folgenden Kapiteln gehen.

Abwehr des Klimawandels auch durch Rettung der Wälder

Eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Abwehr des Klimawandels ist die Rettung der Wälder, denn die Blätter und Nadeln eines gesunden Waldes holen mit ihrem Blattfarbstoff, dem Chlorophyll, CO2 aus der Atmosphäre zurück und erzeugen daraus Sauerstoff zum Atmen und Glucose für das Wachstum der Pflanzen. Informations-Video zur sogenannten Photosynthese

Ein brennender Wald lässt sich meist nicht mehr retten

Wenn der Wald erst einmal so weit ausgetrocknet ist, dass es zu einem Waldbrand kommen kann, dann ist es meist zu spät, weil die Bäume durch Trockenheit und Schädlinge ihre Vitalität verloren haben.

Verteidigung der Wälder - Staatsaufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge

Klimawandel führt zu Waldbränden - und Waldbrände ihrerseits beschleunigen den Klimawandel.
Ein regelrechter Teufelskreis: Verbrennen der Zweige, Äste und Baumstämme erzeugt das Klimagas CO2.
Vernichtung des Blattgrüns vermindert die Photosynthese.
Schwarze Rußflocken werden durch den Wind Hunderte von Kilometern weitergetragen und färben dort, wo sie niedergehen, die Erdoberfläche dunkel, z.B. eine beschneite Landschaft. Damit verringert sich die Albedo, d.h. die Rückstrahlfähigkeit gegenüber der Sonnenstrahlung, und der Erdboden erwärmt sich zusätzlich.
Diesen Teufelskreis gilt es zu unterbrechen, indem die Wälder vorausschauend und der Jahreszeit entsprechend dauerhaft feucht gehalten werden. Die Wald-Eigentümer sind allerdings mit dieser Aufgabe, die nicht nur ihnen, sondern der gesamten Weltgemeinschaft dient, überfordert. Verteidigung der Wälder gegen das klimawandel-bedingte Austrocknen muss deshalb - ähnlich wie der Deichbau - Staatsaufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge werden.

Warum leiden Wälder unter dem Klimawandel

Wälder siechen lange, bevor sie schließlich abbrennen. Die Ursachenkette ist meistens die gleiche: Für die Wälder ist es verheerend, wenn es zu wiederholten monatelangen Hitze- und Dürreperioden kommt. Das geschieht immer häufiger. Die Ursache: Hochdruckgebiete ziehen nicht mehr weiter, sondern verbleiben monatelang in der gleichen Weltregion. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erklärt dies wie folgt:
Verlangsamung oder Einrasten der Planetarischen Wellen des Jet Streams
"In 7 bis 12 Kilometer Höhe schlängelt sich der Jet Stream genannte Strahlstrom über den mittleren Breiten um die Nordhalbkugel und trennt als zonales Starkwindband die kalten Luftmassen der Arktis von den gemäßigteren im Süden. Die Wellen, die er schlägt, „wandern“ so um die Erde, dass sie diese Luftmassen in Ostrichtung verschieben. Diese Luftdynamik ist die Ausgangslage für die Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten, welche wiederum das Wettergeschehen in diesen Regionen stark prägen. Die Luftmassenbewegung durch den Jet Stream scheint sich zu verlangsamen, bzw. es kann sogar zu einem Einrasten der Wellen im Jet Stream kommen, so dass sich Großwetterlagen über viele Wochen nicht auflösen. Daraus wiederum können verschiedene anhaltende Extremwetter wie Kälte- und Hitzewellen, Überflutungen und Dürren resultieren"
Fehlende Niederschläge lassen den Waldboden austrocknen.
Heißer Wind unterstützt die Austrocknung der Böden.
Aufmerksame Beobachter erkennen, wie die Zahl der Blätter und Nadeln in den Baumkronen von Jahr zu Jahr abnimmt. Weniger Blätter und Nadeln können weniger Photosynthese durchführen und liefern dem Baum weniger Glukose.

Fehlende Wasserzufuhr schwächt die natürlichen Abwehrkräfte der Bäume gegen tierische Schädlinge.

Der berüchtigte Borkenkäfer z.B., der in diesen Trockenjahren Millionen von trockenen Fichten den endgültigen Garaus macht, hätte gegenüber einer gesunden Fichte kaum Chancen. Sie würde eine Verletzung ihrer Rinde mit einem Schwall zähflüssigen Harzes abwehren, das den Borkenkäfer unrettbar einschließt. Doch ein geschwächter Baum kann kein Harz mehr bilden. Ein in dieser Weise vorgeschädigter Wald lässt sich schließlich durch Blitzschlag oder menschliche Nachlässigkeit in Brand setzen.
Doch bereits Jahre zuvor hat der vorgeschädigte Wald keine Aussicht auf Selbstheilung mehr. Die vorbeugende Stärkung durch Bewässerung muss deshalb so rasch wie möglich einsetzen.

Rohrleitungen mit Spritzdüsen ungeeignet

Eine Dauerbewässerung aus Rohrleitungen mit einzelnen Spritzdüsen entfällt, weil das Wachstum der Bäume die lokalen Verhältnisse laufend verändert und neu aufwachsende Baumstämme, Äste oder Zweige die Spritzstrahlen umlenken oder total blockieren können. Auch würde die Arbeit mit schweren Baumerntemaschinen die Rohrleitungen beschädigen.
Video zeigt die Arbeit mit schweren Baumerntemaschinen.   
Die Bewässerung muss also von oben kommen.

Flugzeughersteller leiden unter Auftragsmangel - Bau von Bewässerungsflugzeugen könnte ihre Kapazitäten wieder auslasten

Die Geschichte zeigt, dass zu „Verteidigungszwecken“ riesige Luftflotten aufgebaut wurden und werden. Die USA stellten z.B. im 2. Weltkrieg mehr als zwölftausend-siebenhundert viermotorige Bomber „fliegende Festungen“ in Dienst.

Auch jetzt geht es um "Verteidigung" Die notwendige Massenproduktion von Bewässerungs-Flugzeugen sowie die Ausbildung und Daueranstellung von Feuerfliegern und ihr laufender Einsatz ist, wie bereits eingangs betont, eine dringende Aufgabe des Staates im Rahmen der Daseinsvorsorge.

Unterschiede gegenüber der bisher üblichen Waldbrand-Bekämpfung mit Feuerwehren oder mit Löschflugzeugen

  • Zur dauerhaften Bewässerung muß Süswasser verwendet werden. Mitteleuropa ist ein seenreiches Land

    Hier beispielhaft eine Auflistung von weit über 100 Süßwasserseen in Deutschland, unter anderem den Bodensee, den Ammersee, den Starnberger See, den Plöner See, den Schweriner See, das Steinhuder Meer.

  • Die Füllung des Wassertanks beim Tiefstflug im Kontakt mit der Wasseroberfläche hat sich bewährt und kann beibehalten werden.
  • Regelmäßigkeit, (z.B. einmal wöchentlich "der Odenwald ist immer dienstags dran".)
  • Der Wald soll dazu nicht evakuiert werden müssen.
  • Die Wassermenge muss sich nach dem Feuchtigkeits-Bedarf des Waldes richten
  • Die Tröpfchengröße darf die Tierwelt oder Menschen im Wald nicht schädigen
  • Die Tröpchen müssen jedoch groß genug sein, damit sie nicht unterwegs verdunsten oder in den Blättern und Nadeln hängenbleiben. Das spricht für Einsatz bei Dunkelheit und eine geringe Abwurfhöhe. Ein natürlicher Regenguss, an den der Wald im Lauf seiner Entwicklungsgeschichte besser angepasst ist, könnte vermutlich durch Beregnung aus niedrig fliegenden, kreisenden Flugzeugen oder Hubschraubern besser simuliert werden. Vielleicht ist es sinnvoll, wenn mehrere Flugzeuge im Verband operieren. Hierzu müssten Versuchsreihen in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten für Luft- und Raumfahrt-Technik, sowie Wetter- und Forstwirtschafts-Experten durchgeführt werden.
  • Wasserdampf ist ein mächtiges Treibhausgas. In diesem Zusammenhang könnte auch als nach-rangiger Effekt erwähnt werden, dass durch direkte Beregnung aus tief fliegenden Flugzeugen weniger Wasser verdunsten muss, bis es regnet.
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Moderner Antrieb mit Elektrobatterien schont die Umwelt und vermindert die Geräuschkulisse

Entgegen der Propaganda der Fossil-Lobby, die an weiteren Verbrennungsmotoren interessiert ist, hat sich in den vergangenen Jahren der Elektroantrieb für Flugzeuge weiter entwickelt. Die Situation ist vergleichbar mit dem Antrieb im PKW-Bereich. Der direkte Antrieb aus aufladbaren Akkus hat gegenüber dem Betanken aus Wasserstofftankstellen dank Tessla die Nase vorn. Der Wirkungsgrad beim direkten Strom-Tanken ist mehrfach höher.
Für die kurzen Strecken und die voraussichtlich geringen Höhen und geringen Fluggeschwindigkeiten werden an den Antrieb der Flugzeuge im Bewässerungsbetrieb keine hohen Anforderungen gestellt.
Wenn Bewässerungsflugzeuge hingegen bei Auslandseinsätzen als Feuerlöschflugzeuge Hilfe leisten sollen, werden sie den Verlegungsflug mit leerem Wassertank durchführen. Ihr geringes Leergewicht wird dann sogar weite Flugstrecken mit Batterieantrieb zulassen.
Informationen von Dr. Rüdiger Haude zu Flugzeugen mit Elektroantrieb


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