Wolf von Fabeck  07.07.2020

Kapital fließt dort hin, wo die größten Gewinne erwartet werden

Die Abwehr der drohenden Klimakatastrophe ist das aufwendigste Wirtschaftsvorhaben der Menschheitsgeschichte

Die Abwehr der Klimakatastrophe durch Umstieg auf Erneuerbare Energien und Rückholung von Klimagasen sowie Umgestaltung der Großchemie, des gesamten Verkehrswesens sowie der Landwirtschaft ist das aufwendigste Wirtschaftsvorhaben der Menschheitsgeschichte, denn es bedeutet einen tiefen Eingriff in die bisher geschaffenen Infrastrukturen.
Zu denken ist z.B. an: Kohle-, Öl- und Erdgas-Förderung, -Umwandlung, -Export, -Import; an den Betrieb von Wärmekraftwerken, Bau und Reparatur solcher Kraftwerke oder Herstellung von Dieselmotoren oder Bau und Betrieb von kerosin-getriebenen Flugzeugen oder schwerölgetriebenen Kreuzfahrtschiffen oder an die Elektro- oder Ölheizungen oder an die Herstellung von Zement oder von Stahl oder auch von Papier, oder an die intensive Landwirtschaft und die Herstellung von Spritzmitteln und Kunstdünger und an Vieles mehr.

Lukrative Gewinnmöglichkeiten müssen untersagt werden, wenn sie das Klima schädigen. Alternative Verfahren müssen entwickelt werden, wenn sie dem Klima nützen. Dafür müssen neue Infrastrukturen aufgebaut werden und in viel größerer Geschwindigkeit als bisher wachsen.

Beispiele: Gewinnung von siliziumhaltigen Sand, Fabrikanlagen zur Siliziumerzeugung, Fabriken zur Herstellung von Solarzellen, Fabriken zum Bau von Solarmodulen, zur Herstellung von Gestellen, von Wechselrichtern, Herstellung von Montagefahrzeugen, Ausbildung und Einstellung von Personal, z.B. Solar-Installateuren. Entsprechendes muss auch für die Windenergie geschehen und für den Bau von Stromspeichern.

Das alles gibt es nicht für umsonst. Gewaltige Kapitalströme müssen dazu umgelenkt werden

Kapital fließt bekanntlich dorthin, wo die größten Gewinne winken

Ein Beispiel für viele:
Wenn der Staat den Bau einer großen Zahl von Wind- und Solarstromanlagen wünscht, dann muss er dafür sorgen, dass sich der Bau und Betrieb solcher Anlagen wieder lohnt. Man braucht - wie oben erläutert - bei solchen Anlagen eine verlockende Rendite, also eine Rendite, die deutlich höher ist als die Renditen beim Stromnetzausbau oder bei der Waffenproduktion. Also Renditen von über neun oder zehn Prozent.
Dem Vorwurf, dann würden sich die Anlagenbetreiber eine goldene Nase verdienen, begegne ich mit einer Gegenfrage: „Was ist denn so schlimm daran, dass auch mal die Leute Gewinne erzielen, die etwas Gutes für das Klima tun?“

    Wolf von Fabeck



Sie können helfen!