Fossile Unterwanderung des IPCC - Vom Verdacht zum Beweis

Die öffentlichen Verlautbarungen des Welt-Klimarats (IPCC) im Zusammenhang mit der Konferenz von Paris wirkten schon im Dezember 2015 nicht überzeugend:

Die Globaltemperatur war damals erst um etwa ein Grad Celsius über das vorindustrielle Temperaturniveau angestiegen und trotzdem waren die Folgen nicht mehr hinnehmbar: Die Messwerte der CO2-Konzentration in der Atmosphäre (die sogenannte "Keeling-Kurve") hatten bereits mehr als das Doppelte der vorindustrieellen Werte erreicht.

Seit Jahren traten tödliche Wetterextreme auf.
  • So gab es fast 70.000 Hitzetote in Westeuropa im Jahr 2003
  • mehr als 1800 Tote nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans im August 2005
  • jahrzehntelange Dürre und Missernten in Syrien
  • 2014 immer wieder schwere Überschwemmungen in der Region zwischen Indien, insbesondere Punjab und Pakistan.

Wärend der Paris-Verhandlungen forderten die Vertreter des IPCC trotzdem nur, die Weltgemeinschaft müsse nun dafür sorgen, dass die Globaltemperatur nicht um mehr als insgesamt zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Temperatur ansteigen dürfe.
Sicherheitshalber möge man keinen Anstieg über 1,5 Grad zulassen.

Als dann auch noch nach Abschluss des Paris-Abkommens die deutsche Bundesregierung ihre ohnehin schon unzureichenden Klimaschutzbemühungen sogar noch weiter reduzierte, initiierte der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) im November 2018 eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Auf der Internetseite des (SFV) erschien dann am 24.12.2019 (aktualisiert am 25.01.2020) ein mahnender Beitrag von Wolf von Fabeck mit dem Titel:

Das gemeinsame Ziel - ein grundlegendes Ende der Klimakrise

Wissenschaft und Technik, Medien, Politik und Wirtschaft müssen dafür an einem Strang ziehen! Der Welt-Klimarat IPCC fordert jedoch nicht nachdrücklich genug die dafür notwendigen Maßnahmen

Der Sündenfall - Wer ist verantwortlich für die Klimakrise?

Die Klimakrise trägt das Potential zu einer Katastrophe biblischen Ausmaßes in sich. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach dem Verschulden, nach der ursprünglichen Sünde der vergangenen Generationen. Wussten unsere Vorfahren eigentlich, was die Folge ihres Tuns sein würde und welche tickende Zeitbombe sie uns überlassen haben?

Der Sündenfall, nach dem wir suchen, begann nicht mit den ersten erfolgreichen Ölbohrungen 1859 in Pennsylvania oder den ersten Steinkohleförderungen 1551 in England, oder den ersten Steinkohlenförderungen Anfang des 12. Jahrhunderts nördlich von Aachen. Es gibt eine Unzahl weiterer ähnlicher Ereignisse. Und bereits die alten Römer sollen schon im heutigen Deutschland erfolgreich Steinkohle gefördert haben.

Entscheidend ist im Zusammenhang mit der Schuldfrage die Frage, ob es ökologisch begründete Einwände gegen die fossile Energiegewinnung gegeben hat. Anders gefragt, war die damalige Wissenschaft überhaupt in der Lage, die Frage nach der klimatischen Auswirkung zu stellen, geschweige denn, sie zu beantworten?

Damals war sie es offensichtlich noch nicht. Josef Fourier hatte 1824 gerade erst die Infrarot-Strahlung entdeckt. 1869 hatte John Tyndall im Labor den Treibhauseffekt des CO2 nachgewiesen. Im April 1896 berechnete Svante Arrhenius den Anstieg der Globaltemperatur durch den sich erhöhenden CO2-Gehalt der Atmosphäre, doch sah er darin keine Gefahr. Als Bewohner des eher kühlen Schwedens freute er sich auf ein wärmeres Klima.

Damals erkannten weder die Wissenschaft noch die Technik, noch Wirtschaft, Politik und Medien die Gefahr für das Weltklima. Die Selbstverstärkungen, die das Klima zum endgültigen Kippen bringen können, waren damals noch nicht bekannt. Eine Schuld in moralischer Hinsicht kann man den Vorfahren also nicht zurechnen, denn (im biblischen Sinne): "sie wussten nicht, was sie tun."

Die eigentliche Schuld im moralischen Sinne trifft allerdings in den folgenden Jahren nun diejenigen, die erkannt hatten, was die Folgen ihres Tuns bzw. ihres Unterlassens sein würden, und die dennoch untätig blieben. Schuld trifft insbesondere, und in ganz erheblichem Maße, diejenigen, die versucht haben und immer noch versuchen, die Folgen der Fossilnutzung zu verschleiern. Im deutschsprachigen Raum sind hier EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie) zu nennen, und die Mineralöl- und Energiekonzerne.

Bei Interesse lesen Sie weiter unter: Das gemeinsame Ziel - ein grundlegendes Ende der Klimakrise
 
Das Ende dieses Beitrages lautet sinngemäß:

Wenn der IPCC den Umfang und die Dringlichkeit der notwendigen Maßnahmen nicht nennt, wird die Politik keine Anreize für die Entwicklung, Erprobung und Optimierung solcher Maßnahmen bereit stellen. Und bald wird es zu spät sein.


Ein älterer Bericht im Guardian darüber, wie Vertreter der fossil abhängigen IPCC-Migliedsländer aktiv und erfolgreich die Veröffentlichungen des IPCC verharmlosen, war dann der letzte Anstoß für den Beitrag Fossilwirtschaft unterwandert den „Weltklimarat“ IPCC